Seit über 25 Jahren arbeitet Marianne Mascha als technische Übersetzerin und Dolmetscherin beim Bremer Industriearmaturenhersteller Gestra. Dort ist sie verantwortlich für die Übersetzung von Datenblättern, Anleitungen und Prospekten in zahlreiche europäische Amtssprachen. „Eine verantwortungsvolle und vielseitige Aufgabe, die genaues und penibles Arbeiten erfordert“, sagt sie.

Natürlich übersetzt die 55-Jährige nicht selbst in alle Sprachen. „Ich habe meinen Abschluss als Dolmetscherin in Englisch und Spanisch im Fachgebiet Technik gemacht“, erläutert sie. „Diese Sprachen übernehme ich selbst, alles andere vergeben wir.“ Aber Marianne Mascha befasst sich nicht nur mit dem geschriebenen Wort: Sie dolmetscht auch, etwa dann, wenn Gespräche mit Kollegen im englischen Mutterkonzern oder Verhandlungen mit internationalen Kunden anstehen.

Engagement für die Natur

Nach dem Abitur ging die gebürtige Schwäbin nach München, um dort am Fremdspracheninstitut zu studieren. Ihre berufliche Karriere startete sie bei einem internationalen Softwareunternehmen in Brüssel. 1996 zog es sie dann nach Bremen zu Gestra. Ein Entschluss, den sie bis heute nicht bereut: „Die Stadt und ihre Menschen sind mir ans Herz gewachsen. Hier fühle ich mich wohl.“

Das liegt sicher auch an den vielfältigen Aktivitäten, die die agile Mittfünfzigerin neben ihrem Beruf ausübt. Sie ist sportlich, trainiert regelmäßig im Fitness-Studio und belegt von Ballett über Body Combat bis Zumba zahlreiche Kurse. Zudem frönt sie ihrer großen Liebe, der Musik. Sie spielt Querflöte und Geige, beides seit einigen Jahren sogar im Bremer Kammerorchester. Dieses ambitionierte Laienorchester hat bereits vielfach vor Publikum gespielt. Inzwischen hat Mascha es bis zur ersten Geige gebracht.

English, Latein, Altgriechisch – und Klingonisch

Als in der Coronazeit gemeinsame Aktivitäten nicht mehr möglich waren, verlegte sie ihre Aktionen kurzerhand an die frische Luft. „Ich habe geführte Touren durch die Wallanlagen angeboten, in englischer Sprache und in Kleingruppen.“ Die Wallanlagen, ein historischer Grüngürtel in der Bremer Innenstadt, haben ihr so viel Freude bereitet, dass sie dem Park anlässlich ihres silbernen Gestra-Jubiläums eine kanadische Hemlocktanne spendete.

Doch damit nicht genug – gemeinsam mit Gleichgesinnten engagiert sie sich zudem im „English Club“, der regelmäßig britische Feiertage begeht (ein Highlight war naturgemäß die Krönung von König Charles III. am 6. Mai). Und sie strengt ihre grauen Zellen an, wenn es darum geht, mathematisch-philosophische Probleme zu durchdenken. Vor allem der Begriff der Unendlichkeit hat es ihr angetan, so beschäftigt sie sich seit Jahren mit Theorien zu unendlichen Zahlenmengen.

Und natürlich geht es immer wieder um Sprache. Neben Englisch, Spanisch und Französisch hat sie schon früh Latein, Altgriechisch und Russisch gelernt. Seit etwa zwei Jahren belegt sie regelmäßig Chinesisch-Kurse. Aber auch abseits der großen Weltsprachen kennt sie sich aus: „Unlängst habe ich sogar Klingonisch erkannt“, erzählt sie. Allerdings lag sie etwas daneben: „Es war Alt-Klingonisch“, sagt Marianne Mascha und gesteht: „Nun ja, nobody is perfect.“

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