Anja Rausch (49), Personalreferentin aus Hamburg:

Unsere Söhne sind schon älter, daher betrifft uns dieses Problem nicht mehr direkt. Aber wir haben auch früher, als sie jünger waren, keine schlechten Erfahrungen gemacht. Vielleicht lag das daran, dass wir viel mit den Jungs gesprochen und mit ihnen über Inhalte von Social Media diskutiert haben. Dennoch glaube ich, dass ein Verbot für bestimmte Altersgruppen durchaus sinnvoll sein könnte.

Imtiaz Ahmad (38), Betriebswirt aus Elmshorn:

Wir haben drei Kinder, das älteste ist elf Jahre alt. Die Frage des Social-Media-Verbots stellt sich bei uns ganz konkret. Ich glaube, Kinder sollten zunächst eine eigene Persönlichkeit ausbilden, ehe sie auf solche Inhalte zugreifen. Im Netz werden viele schlechte Vorbilder gezeigt, die keinen guten Einfluss auf die Kids haben. Daher wäre ich für ein Verbot von Social Media für Kids unter 16 Jahre.

Tomke Hemken (26), Elektronikerin für Schweißgeräte aus Schortens:

Ich finde das geplante Verbot eigentlich sehr gut. Meine eigene Kindheit bestand darin, dass ich zum Reiten ging und Leichtathletik gemacht habe. Von daher hatte ich nie viel mit meinem Handy zu tun, was mit Sicherheit kein Nachteil war. Ganz wichtig ist, dass die jungen Menschen erst mal lernen, mit diesen Medienangeboten umzugehen.

Ingo Grotlüschen (50), Mitarbeiter für technische Beratung und Auftragsbearbeitung aus Friedeburg:

Ja, das Verbot sollte man einführen. Unbedingt. KI ist mittlerweile so perfekt, dass man sie von der Realität kaum noch unterscheiden kann. Das kann sehr gefährlich sein. Ich habe eine 13-jährige Tochter, die auch viel auf Youtube unterwegs ist, allerdings unter Aufsicht. Und Kinder dieser Altersklasse neigen nun mal dazu, fast alles zu glauben, was da gezeigt wird. Das ist nicht gut.