aktiv im Norden hat nachgefragt: „Mobil- oder Festnetz-Telefon?“

Irina Werwein (47), Bilanzbuchhalterin aus Niebüll:

Ja, wir haben zu Hause noch ein Festnetztelefon und nutzen es auch relativ oft. Das liegt vor allem daran, dass wir in unserer Familie einige ältere Verwandte haben, die kein Mobiltelefon nutzen. Da ist das Festnetzgerät immer noch der Standard. Allerdings hat der Anschluss auch Nachteile; einer davon ist, dass man regelmäßig Werbeanrufe von irgendwelchen Firmen bekommt, die etwas verkaufen wollen.

Yanick Henningsen (19), Azubi aus Winnert:

Auch wenn ich noch relativ jung bin: Ich habe trotzdem einen klassischen Festnetzanschluss, was aber tatsächlich vor allem praktische Gründe hat. Denn in der nordfriesischen Gemeinde unweit von Husum, in der ich lebe, ist der Mobilfunkempfang bis heute sehr schlecht. Wenn ich mich ausschließlich auf mein Smartphone verlassen würde, hätte ich oft kein Netz und wäre von der Welt abgeschnitten.

Sebastian Baßler (38), Projektmanager aus Appen:

Einen privaten Festnetzanschluss nutze ich nicht, weil wir daheim schon seit längerer Zeit keinen mehr haben. Natürlich gibt es einen Internetanschluss, aber an der Leitung hängt kein Telefon – es ist schlicht überflüssig geworden. Ich kommuniziere primär über mein Smartphone, genauso wie der Rest meiner Familie. Das macht das Leben wesentlich einfacher, zumal es ja auch Whatsapp und ähnliche Tools gibt.

Gert Binder (59), Bohrwerkdreher aus Norderstedt:

Ja, ich habe zu Hause noch einen Festnetzanschluss und nutze ihn regelmäßig, denn ein Mobiltelefon oder Smartphone besitze ich überhaupt nicht. Das hat vor allem mit meiner Lebenseinstellung zu tun – ich bevorzuge den direkten Kontakt zu Menschen und bin kein Freund der virtuellen Welten, in denen sich viele Leute tummeln. Das ist mir zu flüchtig und zu oberflächlich.