Wenn Ulrike Schlutt sich morgens mit dem Auto auf den Weg in den Überseehafen von Rostock macht, beginnt für sie der Übergang vom Familien- zum Arbeitsleben. „Der Fahrtweg ist für mich sehr wichtig“, erzählt sie. „Podcast an, Gedanken sortieren – und dann bin ich bereit für den Tag.“ Für die 36-Jährige ist das mehr als Routine. Es ist die Zeit, in der sie Kraft sammelt für ihre Aufgabe bei Liebherr: Teams durch Veränderungsprozesse zu begleiten.
Ihr Weg bei Liebherr begann 2014 mit einer Diplomarbeit. „Nach meinem Wirtschaftsingenieur-Studium wollte ich gern in einem produzierenden Unternehmen mit IT-Schwerpunkt arbeiten“, erzählt sie. „Bei Liebherr hat mich das Vorstellungsgespräch überzeugt: eine offene Kultur, Augenhöhe, echte Gestaltungsmöglichkeiten.“
Wichtig ist der Realitätscheck
Aus der Diplomarbeit wurde ein Berufseinstieg im Prozessmanagement, später folgte die Rolle als Business-Analystin. Nach zwei Jahren wechselte sie 2016 ins Liebherr-Schwesterwerk nach Nenzing und übernahm dort die Projektleitung für IT-Projekte im Kundendienst.
2021 kehrte sie zu Liebherr in Rostock zurück und fand ihre neue Aufgabe im Team Organisationsentwicklung. Hier arbeiten heute acht Kollegen daran, die Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette in den internen Abläufen voranzubringen.
Ulrike Schlutt begleitet Projekte, entwickelt Standards und sorgt dafür, dass Veränderungen nicht nur eingeführt, sondern auch nachhaltig gelebt werden. Ihre drei Arbeitsschwerpunkte: Change Management, Teamentwicklung, Kulturarbeit.
Wenn sie über ihre Tätigkeit spricht, sind ihre Leidenschaft und ihr Engagement deutlich spürbar. „Ich liebe die Vielfalt in meinem Job“, sagt sie. „Ich lerne ständig über Prozesse, Menschen und Kultur dazu.“
Ein Projekt, das ihr besonders in Erinnerung blieb, ist die Begleitung eines Teams, dessen Zusammenarbeit festgefahren war. „Die Stimmung war angespannt, die Führungskräfte wussten nicht mehr weiter. Mit einem einfachen Format haben wir wieder Vertrauen aufgebaut. Das sind die Momente, die mich antreiben und motivieren.“
Ulrike weiß jedoch, dass Veränderungen Geduld brauchen: „Bei jedem Thema gibt es Begeisterte, Zögerliche und Skeptiker. Das ist völlig normal. Oft frustriert es, wenn Dinge nicht so schnell gehen, wie man will. Ich habe jedoch gelernt: Manchmal ist einfach nicht die richtige Zeit. Dann lege ich das Thema in die Schublade und hole es später wieder raus.“
Wichtig ist stets der Realitätscheck, sagt sie. Was funktioniert und was zahlt auf die Geschäftsziele ein? Denn: „Kultur- und Organisationsentwicklung sind kein Selbstzweck, sondern sollen Mehrwert schaffen.“
Ehrenamtlich in der Gemeinde engagiert
Im Privatleben ist Ulrike durch und durch Familienmensch und wohnt mit ihren Angehörigen in einem kleinen Dorf zwischen Tribsees und Grimmen. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Kindergarten und in der Gemeinde, organisiert Feste und liebt Bücher. „Es ist immer etwas los, aber genau das mag ich.“
Und wenn sie nach einem Arbeitstag ins Auto steigt und ihre Lieblingspodcasts anmacht, weiß sie: Die Veränderungen, die sie bei Liebherr Rostock begleitet, beginnen bei den Menschen. Genau das macht ihre Arbeit so wertvoll.
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