Schon damals auf dem Schulweg fiel Kay Malzahn die Firma Märtens Transportbänder auf, denn auf dem Gelände der Firma spielten Mitarbeiter in der Pause Fußball. Das gefiel dem jungen Flensburger. Und so bewarb er sich nach dem Schulabschluss dort um einen Ausbildungsplatz als Industriekaufmann.

„Zum Vorstellungsgespräch fuhr ich mit dem Moped“, erzählt er. „Vielleicht war das ein Vorteil, schließlich brauchen Industriekaufleute auch technisches Verständnis.“ Das brachte Malzahn mit, denn an einem Kleinkraftrad gibt es immer was zu schrauben.

Am 1. August 1979 begann die Lehre. Nach drei Jahren wurde er übernommen und kam in die Versandabteilung des Unternehmens.

Der Betrieb, der 1929 entstand und heute zur Hamburger Metall-Chemie Holding gehört, zählt zu den weltweit führenden Spezialisten in seinem Bereich. Er produziert mit 90 Mitarbeitern Transportbänder aus Metall und Kunststoff, vor allem für die Süßwaren-Industrie, aber auch für Maschinenbau-, Chemie- und Pharma-Unternehmen. Märtens beliefert Kunden in über 60 Ländern und die Außendienstler sind unermüdlich im Einsatz, um neue Märkte zu erschließen.

Zu diesen Experten gehört seit einiger Zeit auch Kay Malzahn. „Ich hatte zuvor fast jeden Bereich kennengelernt, war in der Produktion und im Innendienst, bevor ich die Vertriebsabteilung übernahm.“

Inzwischen ist er als Regional Sales Manager für die Regionen Europa und Übersee, speziell Nordamerika, Großbritannien, Italien, Benelux und Spanien aktiv. Malzahn: „Das mache ich aber nicht allein, sondern gemeinsam mit Kollegen und Handelsvertretern.“

Jede Menge Reisen und ganz viel Sport

Das Schönste an der Arbeit sei der tägliche Kontakt mit verschiedenen Menschen. „Wir haben ein sehr spezielles Produkt, das nicht überall verfügbar und sehr beratungsintensiv ist“, sagt er. „Das macht den Job so interessant.“ Dazu kommt die ausgedehnte Reisetätigkeit, die ihn aber meist nur in Messehallen, Hotels und Kundenbüros führt. Für Sightseeing, wie etwa ein Besuch des Grand Canyon in den USA, bleibt da nur im Ausnahmefall Zeit.

Um fit zu bleiben, treibt er viel Sport – früher Fußball, dann Laufen und Rennradfahren und heute Spinning. So hält er sich in Form, schließlich will er auch den baldigen Ruhestand in bester Gesundheit genießen. Und vielleicht auch noch ein bisschen arbeiten. Für wen? „Na, wenn überhaupt, dann für Märtens.“

Aktueller Blick in norddeutsche Betriebe

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Lothar Steckel
Autor

Als Geschäftsführer einer Bremer Kommunikationsagentur weiß Lothar Steckel, was Nordlichter bewegt. So berichtet er für aktiv seit mehr als drei Jahrzehnten vor allem über die Metall- und Elektro-Industrie, Logistik- und Hafenwirtschaft, aber auch über Kultur- und Freizeitthemen in den fünf norddeutschen Bundesländern.

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