Die Lage ist alarmierend: Schulen und Brücken bröckeln, Lieferketten sind brüchig, die Sozialsysteme ächzen unter dem demografischen Wandel und die internationale Konkurrenz lässt uns abgeschlagen zurück. Einfache Lösungen sind nicht in Sicht: Der Staat ist pleite und die Unternehmen stecken seit Jahren in der Krise, müssen Stellen abbauen und Produktion in Länder mit niedrigeren Arbeits- und Energiekosten und mehr Fachkräften verlagern.

Was also tun? Sicher nicht das, was die Politik derzeit tut: unpopuläre Entscheidungen hinauszögern und Kommissionen einsetzen. Die (typisch deutsche?) Scheu vor notwendigem Wandel lähmt uns alle.

Deutschland muss sich einer Fitnesskur unterziehen: Die Administration muss effizienter und digitaler werden, dazu gehören Mitarbeitende und Vorgesetzte, die den Mut haben, Verantwortung zu übernehmen. 

Die Sozialversicherungssysteme müssen demografiefest gemacht werden durch kluge Anreize, bessere Vorsorge und höhere Eigenverantwortung. Der Arbeitsmarkt muss flexibler werden, qualifizierte Zuwanderung erleichtert und längere (Lebens-)Arbeitszeiten ermöglicht werden.

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Die meisten Menschen im Lande haben längst begriffen, dass es ohne Veränderungen nicht gehen wird

Am Ende dieser Anstrengungen steht ein positives Zukunftsbild: Deutschland hängt beim Schutz seiner Grenzen nicht von wankelmütigen US-Präsidenten ab, sondern ist – gemeinsam mit den europäischen Partnern – aus eigener Kraft verteidigungsfähig. Deutschland hängt nicht länger an der Nadel der Öl-Industrie, sondern stemmt seine Energieversorgung allein.

Und Deutschland wird bei Wettbewerbsfähigkeit, Bildungsniveau und Standortqualität nicht länger in die zweite Liga durchgereicht, sondern spielt wieder in der Champions League. Kurz: Unser Land und unsere Industrie haben wieder eine Zukunft.

Die gute Nachricht: Viele Menschen im Lande haben längst verstanden, dass diese Veränderung nötig ist. Was fehlt, ist der politische Mut, die überfälligen Reformen jetzt anzupacken.

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