Der RoboCup zählt zu den weltweit bedeutendsten und anspruchsvollsten Technologie-Wettbewerben. Für Kids zwischen 10 und 19 Jahren gibt’s den nicht weniger herausfordernden RoboCup Junior. Anfang Februar konnte sich der Nachwuchs in bundesweit neun Turnieren für die deutsche Meisterschaft in Köln qualifizieren. An der TU Hamburg (TUHH) wetteiferten 20 Teams um einen Startplatz bei der DM.
Die Challenge hat an der Elbe Tradition: Seit rund zehn Jahren ist sie fester Bestandteil der TU-Nachwuchsförderung und wird seither vom Verband Nordmetall unterstützt. Die Besonderheit des Events ist, dass die Roboter nicht ferngesteuert werden dürfen. Zudem ist es untersagt, dem Robbi vor dem Wettbewerb Infos über den Parcours zu geben. Die Maschinen müssen also völlig autonom agieren – eine echte Herausforderung für die jungen Entwickler.
Monatelange Vorbereitungen
Entsprechend intensiv und langwierig gestalten sich auch bei den meisten der Teams die Vorbereitungen. Die 13-jährigen Schülerinnen Olivia und Clara vom Ökumenischen Gymnasium Bremen beispielsweise fingen ein Jahr vor dem Wettbewerb mit der Entwicklung an. Ihre Idee war es, den Robbi mit einem Stützrad auszurüsten, damit er auf Rampen und Wippen nicht umkippt.
Das zweite reine Mädchenteam bestand aus Helena, Luisa, Liv und Eva. Sie konstruierten und programmierten seit Herbst 2025 an ihrer Maschine. Die Schülerinnen aus Duisburg nahmen bereits 2025 am Quali-Turnier teil und wollten unbedingt mal in Hamburg starten.
„Hier lernen die Jugendlichen auch viel über Teamarbeit“
Henning Haschke, Leiter Koordinierungsstelle dual@TUHH
Beide Teams traten in der Disziplin „Rescue Line“ an. Dabei müssen die Roboter einen Parcours meistern und am Ende kleine Objekte bergen. In der Disziplin „OnStage“ wiederum ist neben technischem Know-how vor allem Kreativität gefragt. Die Teams führen gemeinsam mit ihren Maschinen eine Performance auf – ein Theaterstück, einen Tanz oder Ähnliches.
Acht Teams dürfen am Finale teilnehmen
Nach zwei Wettkampftagen standen die Gewinner fest. Insgesamt acht Teams aus Stade, Hamburg und Bremen reisen im März zum Finale nach Köln.
Die Idee, in Harburg einen RoboCup-Qualifikationsstandort für Norddeutschland aufzubauen, entstand 2016 aus dem Projekt robotik@TUHH von Nordmetall und der TU. Das Projekt engagiert sich bereits seit 2003 für die Förderung von Schülern in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, kurz MINT.

Als Geschäftsführer einer Bremer Kommunikationsagentur weiß Lothar Steckel, was Nordlichter bewegt. So berichtet er für aktiv seit mehr als drei Jahrzehnten vor allem über die Metall- und Elektro-Industrie, Logistik- und Hafenwirtschaft, aber auch über Kultur- und Freizeitthemen in den fünf norddeutschen Bundesländern.
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