Der Verband Nordmetall hat in Zusammenarbeit mit der Nordakademie und deren Stiftung sowie dem Institut für angewandte Arbeitswissenschaft die Ergebnisse der Nordmetall-Jugendstudien 2022 bis 2024 veröffentlicht. Befragt wurden über 2.700 Abiturienten sowie 200 Personalleitungen und Geschäftsführungen aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg.
Die Auswertung deckt einige ungenutzte Potenziale auf, die den Übergang von der Schule in den Beruf erschweren.
1. Unterschätzte Gehälter und mangelndes Interesse an Industrieberufen: Die Jugendlichen unterschätzen die Verdienstmöglichkeiten in der Industrie erheblich und interessieren sich kaum für gewerblich-technische Berufe.
2. Die MINT-Lücke: Trotz des hohen Bedarfs der Industrie an Nachwuchskräften mit Kompetenzen im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) liegt der Anteil der Schüler, die Physik/Informatik und Mathe als Lieblingsfach angeben, bei lediglich 9 Prozent.
3. Unterschiedliche Kriterien für Berufsorientierung und Bewerbung: Die Berufsorientierung an den Schulen wird von den Betrieben mit der Durchschnittsnote 3,2 deutlich schlechter bewertet als von den Jugendlichen selbst (Note 2,6). Die Studien zeigen zudem, dass Betriebe bei Bewerbungen vor allem auf Noten in Mathematik, auf IT-Kenntnisse und absolvierte Praktika achten.

Der gebürtige Westfale ist seit über 35 Jahren im Medienbereich tätig. Er studierte Geschichte und Holzwirtschaft und volontierte nach dem Diplom bei der „Hamburger Morgenpost“. Danach arbeitete er unter anderem bei n-tv und „manager magazin online“. Vor dem Wechsel zu aktiv im Norden leitete er die Redaktion des Fachmagazins „Druck & Medien“. Wenn er nicht in den fünf norddeutschen Bundesländern unterwegs ist, trainiert er für seinen dritten New-York-Marathon.
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