Was geschieht, wenn ein Asteroid ins Meer stürzt? Die beiden Schüler Noah Böhm (10) und Leo Dombrowski (11) wollten das wissen und simulierten in aufwendigen Versuchen Einschläge aus verschiedenen Winkeln. Damit schafften sie es beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ und „Jugend forscht junior“ in Elmshorn aufs Siegertreppchen.
Ungewöhnliche und spannende Themen
Bei dem Event in der Nordakademie waren 81 Nachwuchsforscher mit insgesamt 40 Projekten angetreten. Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ herrschte eine Atmosphäre, die von echter Innovationsfreude und einem starken Zusammenhalt unter den Schülern geprägt war.
Doppel-Gold in der Sparte „Jugend forscht junior“
Besonders beeindruckt war die Jury von der zwölfjährigen Theresa Lopacinski aus Elmshorn. Sie sicherte sich Doppel-Gold in der Sparte „Jugend forscht junior“. Sowohl in Biologie als auch in Mathematik/Informatik belegte sie mit ihren Forschungen an Schleimpilzen den ersten Platz. Sie bewies unter anderem, dass die einzelligen Organismen bei der Suche nach dem kürzesten Weg zur Nahrung hochkomplexe mathematische Probleme intuitiv lösen können.
Auch spannend: Der 16-jährige Paul Brock beschallte Pflanzen und fand dabei heraus, dass sich die winzigen Spaltöffnungen (Stomata) auf den Blättern durch Schallwellen steuern lassen – ein innovativer Ansatz, der die Landwirtschaft der Zukunft durch gezieltere Düngung und geringeren Wasserverlust verändern könnte.
Ein Sonderpreis für Öko-Verpackungen
Hoch aktuell war auch das Thema von Lena Dickmeis (17), Jette Golz (17) und Lia Rohweder (18). Sie befassten sich mit der Herstellung von Verpackungsmaterial aus organischem Material, um den Ölverbrauch zu senken. Dafür gab es einen Sonderpreis.
Für einen Höhepunkt sorgte die Rede von Kai Hufenbach. Der frühere Nordakademie-Student und zweimalige Hamburger Landessieger bei „Jugend forscht“ gratulierte den Teilnehmern und sagte: „Allein schon die Teilnahme an ‚Jugend forscht‘ wird euch später Türen öffnen – nutzt dies bestmöglich aus!“
Und Nordakademie-Kanzlerin Anke Vogler betonte: „Wir sind sehr stolz, zum 13. Mal Ausrichter des Regionalwettbewerbs zu sein und den Jungforscherinnen und Jungforschern erneut eine Bühne geben zu können.“

Der gebürtige Westfale ist seit über 35 Jahren im Medienbereich tätig. Er studierte Geschichte und Holzwirtschaft und volontierte nach dem Diplom bei der „Hamburger Morgenpost“. Danach arbeitete er unter anderem bei n-tv und „manager magazin online“. Vor dem Wechsel zu aktiv im Norden leitete er die Redaktion des Fachmagazins „Druck & Medien“. Wenn er nicht in den fünf norddeutschen Bundesländern unterwegs ist, trainiert er für seinen dritten New-York-Marathon.
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