Engagement ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält. Wer bereits in jungen Jahren Erfahrungen mit ehrenamtlicher Arbeit gemacht hat, setzt sich auch später oft für die Gesellschaft ein – bei der Feuerwehr, in Vereinen oder anderen Einrichtungen.
Diesen Ansatz verfolgt das Programm „Lernen durch Engagement“ (LdE), das mit dem Beginn des Schuljahres 2025/26 in Bremen an den Start geht. Das Programm verknüpft schulisches Lernen mit gesellschaftlichem Engagement. Ziel ist es, Schüler frühzeitig für demokratisches Handeln und soziale Verantwortung zu begeistern und gleichzeitig fachliche Kompetenzen zu stärken. In der zweijährigen Pilotphase sollen sechs bis acht Bremer Oberschulen mit dem Konzept starten.
„Wir wollen, dass die Jugendlichen Gesellschaft mitgestalten“
Sascha Karolin Aulepp, Bildungssenatorin Bremen
Anfang Juni fand zum Start eine Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung in der Bremer Bildungsbehörde statt.
Die Beteiligten der Initiative aus Bildungsverwaltung und Zivilgesellschaft sind neben der Bildungsbehörde das Landesinstitut für Schule Bremen (LIS), die Freiwilligen-Agentur Bremen (FAB), die Nordmetall-Stiftung und die Barthel Stiftung.
Die Lehrkräfte werden durch das Bremer LdE-Team aus LIS und FAB qualifiziert und im weiteren Projektverlauf beraten und unterstützt. Die einzelnen Projekte entstehen im regulären Unterricht und verbinden fachliches Lernen – etwa in Politik, Deutsch, Biologie oder Kunst – mit gemeinnützigem Engagement. So gestalten die Jugendlichen beispielsweise Info-Kampagnen zum Klimaschutz, unterstützen jüngere Kinder in der Nachmittagsbetreuung oder setzen sich in ihrer Nachbarschaft gegen Einsamkeit ein.
Der Schwerpunkt der Projekte soll zunächst an Schulen in benachteiligten Stadtteilen liegen, weil dort besonders große Effekte zu erwarten sind. Ausdrückliches Ziel ist die nachhaltige Implementierung von LdE im Bremer Bildungssystem.
Kirsten Wagner, Geschäftsführerin der Nordmetall-Stiftung: „Junge Menschen brauchen Räume, in denen sie erleben, dass ihre Stimme zählt. Lernen durch Engagement schafft solche Räume – und macht Demokratie konkret erfahrbar. Als Stiftung ist es uns ein zentrales Anliegen, solche Initiativen zu fördern, die Teilhabe, Verantwortung und Zukunftsgestaltung verbinden.“
Ein weiteres Ziel sei es, dass Jugendliche erfahren, wie sie ihre individuellen Stärken und Kompetenzen sinnvoll einsetzen und dadurch Selbstvertrauen in ihre eigenen Talente gewinnen können. Durch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Gemeinschaften, so die Idee, haben junge Menschen die Möglichkeit, ein Verständnis für verschiedene Lebensrealitäten zu entwickeln.
In 15 Bundesländern erprobt und bewährt
Gute Erfahrungen mit dem Projekt wurden in den vergangenen Jahren bereits an über 250 Schulen in 15 Bundesländern gemacht – nun startet auch Bremen mit einem eigenen Landesnetzwerk.
Bremens Bildungssenatorin Sascha Karolin Aulepp: „Engagement für eine bessere Welt gehört auch in die Schule. Wir wollen, dass die Jugendlichen gemeinsam selbstbewusst, aktiv und mit Freude Gesellschaft mitgestalten, auch ganz konkret. Lernen durch Engagement ist dafür ein wertvoller Ansatz, weil hier schulisches Lernen mit konkretem gesellschaftlichen Handeln verbunden ist.“

Als Geschäftsführer einer Bremer Kommunikationsagentur weiß Lothar Steckel, was Nordlichter bewegt. So berichtet er für aktiv seit mehr als drei Jahrzehnten vor allem über die Metall- und Elektro-Industrie, Logistik- und Hafenwirtschaft, aber auch über Kultur- und Freizeitthemen in den fünf norddeutschen Bundesländern.
Alle Beiträge des Autors





