Die gute Nachricht kam kurz vor Weihnachten: Die Reederei MSC Cruises will vier Kreuzfahrtschiffe der nächsten Generation von der Meyer Werft bauen lassen. Außerdem wurde eine Option auf zwei weitere Schiffe vereinbart. Der Auftrag sichert der Werft eine volle Auslastung bis weit in das nächste Jahrzehnt hinein und markiert zugleich den Start der neuen „New Frontier“-Plattform – einer völlig neuen Schiffsklasse.

Positiver Effekt für über 22.000 Arbeitsplätze

Die Bekanntgabe erfolgte im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie durch den niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Außerdem anwesend: Werft-Geschäftsführer Bernd Eikens, der MSC-Aufsichtsratsvorsitzende Pierfrancesco Vago und Staatssekretärin Gitta Connemann.

„Mit MSC als internationalem, verlässlichem Partner gestalten wir die nächste Generation von Kreuzfahrtschiffen“, sagte Ministerpräsident Lies. Mit diesem Auftrag gäbe es nun „echte Perspektiven für über 22.000 Arbeitsplätze entlang der gesamten maritimen Wertschöpfungskette.“

5.400 Passagiere kann jedes der neuen MSC-Schiffe aufnehmen

Ähnlich äußerte sich MSC-Aufsichtsrat Vago. „Gemeinsam werden wir Schiffe bauen, die das Kreuzfahrterlebnis neu definieren und gleichzeitig die Handwerkskunst bewahren, die Deutschland an der Spitze der maritimen Ingenieurskunst hält“, sagte er. „Die neue Schiffsklasse wird es uns ermöglichen, den Gästen ein außergewöhnliches Erlebnis zu bieten und Umwelttechnologien der nächsten Generation einzusetzen, die unser Netto-Null-Ziel für 2050 vorantreiben.“

Antrieb mit Flüssigerdgas

Der Auftragswert liegt nach Einschätzung von Branchenexperten bei 10 Milliarden Euro. Es ist das erste Mal, dass MSC Cruises Kreuzfahrtschiffe von der Meyer Werft bauen lässt. Das Unternehmen ist eine Tochter der schweizerischen Mediterranean Shipping Company mit Sitz in Genf, die zu den weltweit größten Kreuzfahrtreedereien zählt.

Die Schiffe vom Typ „New Frontier“, die primär mit Flüssigerdgas (LNG) fahren, werden eine Tonnage von BRZ 180.000 und eine Kapazität von rund 5.400 Passagieren haben. Sie sind damit deutlich kleiner als die World-Class-Baureihe mit über 6.000 Passagieren. Die Auslieferung des ersten Schiffs ist für 2030 geplant.

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Clemens von Frentz
Leiter aktiv-Redaktion Nord

Der gebürtige Westfale ist seit über 35 Jahren im Medienbereich tätig. Er studierte Geschichte und Holzwirtschaft und volontierte nach dem Diplom bei der „Hamburger Morgenpost“. Danach arbeitete er unter anderem bei n-tv und „manager magazin online“. Vor dem Wechsel zu aktiv im Norden leitete er die Redaktion des Fachmagazins „Druck & Medien“. Wenn er nicht in den fünf norddeutschen Bundesländern unterwegs ist, trainiert er für seinen dritten New-York-Marathon.

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